Was hilft gegen Migräne?

Migräne hat unterschiedliche Ursachen und die Migräne Symptome sind vielfältig. Ebenso vielfältig sind die Behandlungsmethoden, welche je nach Art und Stärke der Migräneattacken unterschiedlich eingesetzt werden. Zunächst unterscheidet man zwischen zwei Grundarten der Migräne: die klassische Migräne mit Aura und die gewöhnliche Migräne ohne Aura. Die Aura verläuft in unterschiedlichen Stadien, in denen vermehrt visuelle oder sensorische Wahrnehmungsstörungen auftreten. Sie tritt häufig auch ohne Kopfschmerz auf und kann unterschiedlich stark verlaufen. Beide Arten der Migräne lassen sich heutzutage sehr gut behandeln. Zum einen gibt es die Möglichkeit, ohne medikamentöse Behandlung einen Migräneanfall einzudämmen. Ein abgedunkeltes Zimmer, absolute Stille und die Möglichkeit, eine Zeit lang zu schlafen verbessern meist die Symptome und können den Anfall lindern oder gar abklingen lassen. Auch das Einreiben der Schläfen mit Minz- oder Heilpflanzenöl hat eine schmerzlindernde und kühlende Wirkung auf den Patienten. Eine auf die Ursachen und bereits vor Beginn eines Anfalles wirkende Methode ist das autogene Training, bei dem der Patient lernt, seinen Körper in tiefe Entspannungsphasen zu bringen und so die Häufigkeit der Migräneattacken zu vermindern. Auch Aromatherapien, ganz auf den Bedarf des Einzelnen angepasst, können die Migräneanfälle abschwächen. Akupunktur kann ebenfalls einen akuten Anfall abschwächen, jedoch sind die meisten nicht-medikamentösen Migränetherapien in ihrer Wirksamkeit wissenschaftlich noch nicht bewiesen. Zumindest einzelne Erfolge sind jedoch bei den genannten Möglichkeiten nachweisbar. Bei der Vielzahl der Patienten wird aufgrund der Stärke der Anfälle die medikamentöse Therapie eingesetzt. Verschiedene Wirkstoffe wie Paracetamol oder Ibuprofen sind frei in Apotheken erhältlich und oft das Mittel der ersten Wahl. Sie wirken am besten bei leichten bis mittelschweren Attacken. Bei schwereren Attacken werden zumeist so genannte Triptane eingesetzt. Sie bewirken eine Verengung der erweiterten Blutgefäße im Kopf und sollten zeitnah zum Beginn des Anfalls eingenommen werden, um eine optimale Wirksamkeit zu erzielen. Triptane sind verschreibungspflichtig und sollten nicht über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da teils starke Nebenwirkungen wie organische Durchblutungsstörungen oder medikamentös indizierte Kopfschmerzen auftreten können. Häufig geht mit der Migräne ein verminderter Appetit einher, welcher sich je nach Stärke der Migräneattacke bis zu heftigen Übelkeitsattacken steigern kann. Migränemedikamente werden daher meist in Magen schonenden Formen verabreicht. Brausetabletten oder Zäpfchen greifen die Magenschleimhaut weniger an und wirken zudem effektiver und schneller. Zusätzlich zu den klassischen Migränemedikamenten werden häufig so genannte Antiemetika verabreicht. Sie bessern die Magen-Darm-Beschwerden bei akuten Migräneattacken und sind sowohl als Tabletten als auch als Zäpfchen erhältlich. Die Art und Dauer der Anwendung von Migräne-Medikamenten sollte jedoch stets in Rücksprache mit einem Mediziner geschehen, die unkontrollierte und übermäßige Einnahme von starken Medikamenten sollte stets vermieden werden.

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